Ostern – das Fest der Hoffnung

Sabrina D.

1. April 2026

Musical „Paul und Gretel – kein Märchen“
Musical „Paul und Gretel – kein Märchen“

„Brüder, heute ist Ostern – das Fest der Hoffnung!“ – ruft Paul Schneider im KZ Buchenwald seinen Mithäflingen zu, die auf dem Appellplatz stehen. Er selbst sitzt in der Arrestzelle. Nicht, weil er ein schlimmes Verbrechen begangen hat, sondern weil er die Anweisungen Gottes über die der Nazis stellt.

Ich sitze gemütlich auf meinem Sofa und denke über diese Szene nach. Woher bekommt Paul die Kraft und die Hoffnung inmitten seiner schrecklichen Lage? Zuhause warten, beten und bangen seine Frau und seine Kinder, er selbst wird auf schlimmste Weise gefoltert. Mein Leben hat zwar auch seine Herausforderungen, aber die sind lächerlich gering im Vergleich dazu. Und trotzdem bin ich schnell dabei, über meine Situation zu klagen (was ja an sich erst mal nicht schlimm ist) und dann in Selbstmitleid zu versinken (was hingegen wenig nützt).

Wie schafft es dieser Mann, sich selbst und anderen Mut zu machen? Sogar in der Zelle immer noch nicht „sein Maul zu halten“? Er hat eine tiefe Verbindung zu seinem Freund und Herrn Jesus. Die Zeit im Gefängnis in Koblenz – vor dem KZ – wurde ihm zur „geistlichen Rüstzeit“. Er nutzte sie, um viele Kapitel der Bibel auswendig zu lernen, ebenso Lieder, die ihm später keiner nehmen konnte. Wie nutzen wir unsere Freiheit? Die Freiheit, Bibel lesen zu dürfen, Lieder zu hören, uns mit anderen öffentlich zu treffen? Es ist ein Privileg und ich möchte neu dankbar dafür sein. Aber auch dankbar für die Freiheit, die Jesus mir schenkt, der von sich sagt:

Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.

Johannes 11,25

Im Kindergarten habe ich die Ostergeschichte erzählt. Viele Kinder kannten sie noch nicht und waren fassungslos: „Das ist total ungerecht. Jesus hat doch gar nichts Böses gemacht!“ Wenn einer Ungerechtigkeit und Leid erlebt hat und versteht, dann Jesus. Er ist für dich und mich gestorben und auferstanden, um uns den Weg zu Gott frei zu machen. Wir dürfen uns auf eine Ewigkeit freuen ohne jede Form von Schmerz, Tränen, Tod und Leid. Aber mehr noch, wir dürfen durch seinen Opfertod schon jetzt überall in Gottes Gegenwart kommen. Das zeigt uns der zerrissene Vorhang im Tempel (Matthäus 27,51). Wir sind frei von der Sklaverei der Sünde und dürfen Kinder Gottes sein:

Welche Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen dürfen und wir sind es auch.

1. Johannes 3,1

Lass uns an diesem Osterfest wieder neu staunen und danken. Inmitten von all den Nöten und Sorgen des persönlichen und des weltweiten Lebens gibt es eine Hoffnung, die trägt, über den Tod hinaus. Ich wünsche uns, dass uns diese Freude – unabhängig von den Umständen – so erfüllt, dass sie übersprudelt und anderen zum Wegweiser wird. Denn das, wonach sich so viele sehnen, finden sie nur in Jesus. Jesus – meine Hoffnung – lebt. Halleluja! Frohe Ostern.

 

Mehr über Paul Schneider erfährst du im Buch „Der Prediger von Buchenwald“ von Margarete Schneider – SCM Verlag oder im Musical „Paul und Gretel – kein Märchen“ von Peter Menger www.paul-und-gretel.de.

Ähnliche Beiträge

  • man standing under orange sky

    Gesegnet

    von Maren H.

    1. Dezember 2025

    Impulse

  • Ewigkeits-Monat November

    Ewigkeits-Monat November

    von Susanne B.

    3. November 2025

    Impulse