Auftanken
Micha S.
1. März 2026

Der Wecker klingelt – gefühlt mitten in der Nacht. Die schweren Glieder, eingehüllt in eine flauschige, vorgewärmte Bettdecke, wollen sich einfach nicht erheben. Draußen ist es noch dunkel und kalt. Die Augenlider lassen sich kaum öffnen. Aber es hilft nichts: Also raus aus dem Bett. Gähnend und noch nicht richtig wach wird der Tag irgendwie „hinter sich gebracht“.
Gerade in der dunkleren Jahreszeit geht es mir oft so. Für ein positives Körpergefühl brauche ich das Sonnenlicht sehr. Und selbst Menschen, die weniger lichtabhängig sind, freuen sich jetzt im März darüber, dass die Tage wieder länger werden und die Sonne sich hoffentlich öfter zeigt.
Wie erfrischend ist doch die Natur – Gottes wunderbare Schöpfung! Wenn der Frühling naht, ein Sonnenstrahl sich durch die Wolken drängt, die ersten Knospen an Bäumen und Sträuchern wachsen und bunte Blüten sich vorsichtig dem Licht entgegenstrecken, dann spüren wir: Neues Leben entsteht. Gott spricht durch seine Schöpfung zu uns. Durch Licht, Blüte und warmen Wind lädt er uns ein, aufzutanken. Er möchte uns neues Leben einhauchen, Neues schaffen. Erkennst du es?
Dunkle Wintertage zehren oft an Körper, Geist und Seele. Gerade dann möchte Gott uns stärken, uns mit neuer Kraft erfüllen und uns eine Stütze sein. So wie ein Auto regelmäßig neuen Treibstoff braucht, brauchen auch wir das Auftanken bei unserem Herrn.
Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht und unter eurer Last leidet! Ich werde euch Ruhe geben.
Matthäus 11,28 (Hfa)
Wir müssen nicht besonders vorbereitet, fit oder geistlich „in Bestform“ sein, um Gott zu begegnen. Er lädt uns ein – genauso wie wir sind.
Was ist dein Weg, um mit Gott in Berührung zu kommen? Wie trittst du mit ihm in Kontakt, um nah an seinem Herzen aufzutanken?
Neben dem Bibellesen liebe ich es, an einem ruhigen, hellen und warmen Ort mit Gott ins Gespräch zu gehen. Manchmal stelle ich mir vor, wie ich mit ihm unter einem sonnigen Baum sitze oder wie wir gemeinsam auf der Couch verweilen. In solchen Momenten werden mir seine Eigenschaften besonders bewusst – seine Güte, seine Geduld, seine Nähe und Liebe.
Gerade an dunklen, müden Tagen helfen mir diese Zeiten, Gott neu zu begegnen. Bei ihm darf ich zur Ruhe kommen, meine Last ablegen und neue Kraft schöpfen.




